Über mich

Liebe Leserinnen und Leser,

 

Nach zahlreichen erholsamen und inspirierenden Ferien im Oberengadin kam mir die Idee, ein Buch über diese beeindruckende Region zu schreiben. Da ich und meine Freundin eine besondere Vorliebe für Krimis haben, war schnell klar, dass es ein Kriminalroman werden muss. Denn wie könnte man die dramatische Kulisse des Oberengadins besser nutzen als für ein spannendes Verbrechen? Natürlich gehören Mord und Totschlag in einem Krimi dazu wie der Schnee auf die Berge. Doch seien Sie beruhigt: Alles, was in diesem Buch passiert, ist reine Fiktion. Sollten Sie also beim Lesen zufällige Parallelen zur Realität entdecken, so sind diese keinesfalls beabsichtigt.

 

Jetzt möchte ich Ihnen etwas über mich erzählen: Ich wurde am 24. April 1959 in Basel geboren. Mein Vater war Musiker, mit Leib und Seele. Meine Mutter hielt im Hintergrund die Bude am Laufen, kümmerte sich um den Haushalt, um uns Kinder und um alles, was sonst noch anfiel. Schon als Kind war ich beeindruckt von der scheinbaren Freiheit, die im Leben eines Musikers lag, dem ungebundenen Lebensgefühl. Erst viel später begriff ich, dass hinter dieser Freiheit harte Arbeit, Unsicherheit und ein ständiges Ringen ums Auskommen steckten.

Die Schulzeit habe ich mit der Matura abgeschlossen. Rückblickend war es für mich eher eine belastende Phase. Ich fühlte mich oft eingeengt, als würde man mir ständig einen Rahmen vorgeben, in dem ich mich bewegen sollte. Mir wurde klar, dass ich meinen eigenen Weg finden musste, anstatt mich in vorgefertigte Strukturen einpassen zu lassen. So probierte ich nach der Schule vieles aus. Ich arbeitete auf dem Bau, als Gärtner, in der Gastronomie, war eine Zeit lang Skilehrer in den Bergen. In den Kunstbetrieben von Basel fand ich schließlich längerfristig eine Nische als Techniker. Auch als Marktfahrer habe ich meine Brötchen verdient. Jede dieser Tätigkeiten war wie ein eigenes Kapitel in meinem Leben: lehrreich, oft anstrengend, aber nie langweilig. Ich suchte keine Karriereleiter, sondern Erfahrungen. Schließlich führte mich mein Weg in eine ganz andere Richtung: zur traditionellen chinesischen Medizin. Nach einer fundierten Ausbildung begann ich vor gut zehn Jahren als Therapeut zu praktizieren. 

Das Schreiben kam nicht geplant in mein Leben, vielmehr hat es mich gefunden. Ich hatte nicht die Absicht, Autor zu werden, aber irgendwann waren da diese Geschichten, die hinauswollten. Sie suchten sich ihren Weg durch mich hindurch auf das digitale Papier. Rückblickend erkenne ich, dass vieles in meinem Leben so funktioniert, hat: nicht nach einem Plan, sondern aus Begegnungen, Zufällen, manchmal auch Umwegen heraus. Und genau diese Unvorhersehbarkeit macht meinen Weg aus.

 

Herzlich,  

 

Herbert Rehbein